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Russ

Russ
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02.02.2018 11:19

Fahrverhalten der Laverda Dreizylinder

Bei ihrem Erscheinen Anfang der 1970er Jahre galt das Fahrwerk der Dreizylinder-Laverdas als gut, gleiches galt f├╝r Bremsen und Federelemente.

Der Vergleich wurde mit gro├čen japanischen Motorr├Ądern betrachtet, die zwar b├Ąrenstarke Motore, aber ziemlich labile Fahrwerke und lasche Bremsen aufwiesen.

ab den 1980er Jahren hatten die Japaner allerdings nicht nur auf-, sondern ├╝berholt, da sich die Laverdas bis zur RGS-Serie nicht ver├Ąnderten.

Aus heutiger Sicht ist das Fahrverhalten oldtimerm├Ą├čig miserabel, die Ursachen sind verschieden.

Vor alle ist alles zu schmal: Gabelholmabstand, Schwingenlagerung, Felgen und Reifen sind nur Beispiele; zudem bestehen z.B. Gabelstandrohre wie auch die Schwinge aus d├╝nnen R├Âhrchen.

Der Schwerpunkt der Maschine ist sehr hoch, zudem hockt der Fahrer ober drauf wie auf einem Schwebebalken, statt "in" der Maschine.

Das hat z.B. zur Folge, da├č eine Laverda in schnellen Kurven mit Wellen in Schlingerbewegung um die L├Ąngsachse ger├Ąt; der Anf├Ąnger erschrickt, der ge├╝bte Laverda-Fahrer nimmt es einfach hin, weil er das kennt; "nichts machen", und die Fuhre beruhigt sich wieder von selbst.

Man darf dabei nat├╝rlich nicht vergessen, da├č Massimo die gro├čen Laverdas (750, 1000,1200) als Tourenmaschinen und nicht als Sportmaschinen (au├čer 750 SFC) konzipiert hat; als "Rennerle" gab es schon immer geeignetere Motorr├Ąder als Laverdas; im Vergleich zu heutigen, modernen Motorr├Ądern sind die Laverdas alte, lahme M├Âhren mit schlaffen Bremsen und unm├Âglichen Fahrwerken.

Der heutige Laverda-Fahrer wei├č das und liebt seine alte Diva trotzdem, auch wenn er bei jeder Gelegenheit von einem modernen 400er Reiskocher-Roller "vers├Ągt" wird.




 
Uwe H.

Uwe H.
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11.02.2018 15:21

Re: Fahrverhalten der Laverda Dreizylinder

Vor alle ist alles zu schmal: Gabelholmabstand, Schwingenlagerung, Felgen und Reifen sind nur Beispiele;


Schon mal gemessen? Der Gabelholmabstand bei einer 750 SF/SFC (1970er),
1000 RGS/SFC (1980er) und so auch bei einer MV 1000 F4 (2000er/2010er)
betr├Ągt einheitlich immer noch ca. 20 cm.
Die Zane Laverdas hatten interessanterweise 21 cm!


eine Laverda in schnellen Kurven mit Wellen in Schlingerbewegung um die L├Ąngsachse ger├Ąt


Bei meinen Laverdas "schlingert" nichts, gleich ob Halb- oder Vollgas.
Weder fr├╝her und noch heute.
Weder bei der 750er, bei der 1000er noch bei der Zane.
Und bei den Laverdas meiner vielen Fahrerkollegen auch nicht.

Vielleicht Schwingenlager defekt, Reifendruck nicht in Ordung, etc?
Einfach mal nachschauen.


im Vergleich zu heutigen, modernen Motorr├Ądern sind die Laverdas

In wie fern soll ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen den Beitrag
qualitativ noch verbessern? Soll das den Aussagen mehr Gewicht und
"Wahrheit" verleihen?
Vor meinen Augen tauchen gerade Oma 80 und Lieschen M├╝ller mit 18 auf.
Deren Qualit├Ąten sind auch leidlich unterschiedlich.

Oder einfach falsch verstanden? Satire statt objektiver Beschreibung?


auch wenn er bei jeder Gelegenheit von einem modernen 400er Reiskocher-Roller "vers├Ągt" wird.


Satire II? Nein, jetzt mal unter uns: Das liegt am Fahrer!
a) er will nicht schneller.
b) er kann nicht schneller.

Aber als Ausrede dem Material die Schuld geben?
Das geht ja gleich gar nicht - dem Mann hilft auch kein anderes Motorrad.


Am Ende, ich kenne langsame, schnelle und auch sehr schnelle Laverdafahrer.
Und die haben alle viel Spass mit ihren Apparaten!


Und die Anderen? Mit anderen Apparaten. Hoffe ich!


______________________________________

Speed is 95% Rider, 5%Bike.




 
LotharEsser

LotharEsser
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27.02.2018 09:49

Re: Fahrverhalten der Laverda Dreizylinder

Hallo Uwe,

sehe ich sehr ├Ąhnlich. Unruhe im Fahrwerk entsteht durch diverse Faktoren, manche davon sind Verschlei├č bedingt, Einstellungs- oder Wartungssache (Lenkkopf-Lager, Sto├čd├Ąmpfer/Gabel, Reifen und -druck, Schwingenlager), andere sitzen auf dem Motorrad (falsche Sitzposition oder Kleidung, falsche Einlenk- und Bremspunkte, falsches Schalten usw. usw.). Erinnere mich gut daran, mal den "Bock" eines s├╝ddeutschen Laverda-Schraubers gefahren zu haben, eine optisch sch├Ân auf klassisch umgebaute RGA. Meine Fresse, war das ein sturer Bock... Er ist in der Zeit meine Jota gefahren und konnte den Unterschied nicht fassen. W├Ąhrend ich kaum um die Kurve kam mit seiner Maschine, fuhr er Slalom auf der Stra├če und sch├╝ttelte st├Ąndig den Kopf... Es folgte nach kurzer Fahrt zu ihm nach Hause dann eine l├Ąngere Diskussion ├╝ber sein Fahrwerk und was er ├Ąndern sollte...

Letztlich kommt es aber auf den Einsatzzweck an. Auch wenn es Rennerfolge gab Ende der 60er/Anfang der 70er, die zu kaufenden Maschinen waren nicht f├╝r die Rennstrecke gebaut worden sondern f├╝r die Stra├če ausgelegt mit weicherer Abstimmung, anderen Materialien und Motoren, die auf Laufleistung und nicht auf Spitzenleistung getrimmt waren (vielleicht mit der ausnahme der 750 SFC als Production-Racer).

Im Umfeld f├╝r das sie gebaut wurden erledigen sie ihren Job oberhalb des damaligen Stand der Technik. Die Italiener waren f├╝r die 70er f├╝hrend was Fahrwerke anging, lediglich die Motoren waren meist etwas leistungsschw├Ącher als die der Konkurrenz aus dem Land der aufgehenden Sonne. Die damalige freiwillige Selbstbeschr├Ąnkung der Motorradhersteller auf 95PS, die bis in die 80er Jahre reichte, war f├╝r die Italiener v├Âllig irrelevant. Sie blieben ja eh unterhalb dieser Werte...

Zu Zeiten, als Motorrad-Langstrecken-Tests aber noch bei 15.000Km und nicht 50.000km oder gar 100.000km gemacht wurden, waren die Laverdas mit ihren sehr robust ausgelegten Kurbeltrieben und einer angestrebten konzipierten Haltbarkeit von 150.000km absolute Oberklasse, haben aber in den 80er den Trend zu mehr Leistung, wassergek├╝hlten 4-Ventil Motoren und Alu-Rahmen v├Âllig verpasst.

Bei Bikers Classics kann man im freien Fahren sch├Ân sehen, wo sich die Spreu vom Weizen trennt. Viele Serien-Fahrzeuge unterschiedlichster Hersteller. Die Laverdas sind da zumeist, weit, weit vorne, wobei selbst ich als nicht soooo doller Fahrer mit erheblichem ├ťbergewicht eine Vielzahl von Fahrern ├╝berholt bekomme. Gegen die "Cracks" mit ihren Rundenzeiten zwischen 3.00 und 3:10 hab ich aber keine Chance. Darum geht es aber ja auch bei klassischen Motorr├Ądern nicht (zumindest nicht in erster Linie).

Editiert von LotharEsser - 27.02.2018 10:23




 
Russ

Russ
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28.02.2018 16:26

Re: Fahrverhalten der Laverda Dreizylinder

Uwe, deine Einlassung zeigt, da├č Du den Sinn meines o.a. Beitrages offensichtlich nicht verstanden hast; bei nochmaligem, langsamen Lesen wirst Du vielleicht erkennen, da├č deine Antworten am Thema erheblich vorbei gehen.

Deine Hinweise auf "defekte Schwingenlager" und "unordentlichen Reifendruck" sind sicher f├╝r manch einen sehr hilfreich; darauf mu├č man erst einmal kommen.

Bei einem "95%-Speed-Rider" spielt das aber bestimmt keine Rolle; egal, auf welcher Maschine er sitzt.




 
Russ

Russ
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01.03.2018 11:27

Re: Fahrverhalten der Laverda Dreizylinder

Ja, "s├╝ddeutsche Laverda-Schrauber" haben von "einstellen, warten, Lenkkopflager, Sto├čd├Ąmpfer/Gabel, Reifen und -druck sowie Schwingenlager" ├╝berhaupt keine Ahnung,
zudem nutzen sie "falsche Sitzposition, falsche Kleidung, falsche Einlenk- und Bremspunkte und falsches Schalten".

Gl├╝cklicherweise gibt es in der Laverda-Szene Superkenner, die alles k├Ânnen, alles wissen und schon alles erlebt haben; zu jeder Gegebenheit steht eine Story eines eigenen Erlebnisses parat.
Eine kurze "Probefahrt" gen├╝gt, um in einer "l├Ąngerern Diskussion" alle s├╝ddeutschen M├Ąngel festzustellen und zu erkl├Ąren was ge├Ąndert werden mu├č.

Einmal auf einer Rennstrecke herumgefahren ist dann das Ereignis des Lebens; dort mit einer 1200er spazieren- und warmfahrende alte 500/750er zu ├╝berholen sind Erfolgserlebnisse; das ansonsten st├Ąndige selbst ├╝berholt werden sowie der anschlie├čende Kollaps der eigenen Superhypertuningmaschine findet keine Erw├Ąhnung.

Wer glaubt, da├č knapp 50 Jahre Fahrzeugentwicklungszeit keinen Fortschritt ergeben haben hat vermutlich noch nie ein heutiges, modernes Motorrad gefahren und glaubt, da├č "Schwingenlager" und Reifenluftdruck" den Unterschied machen.

Macht ja nichts, m├Âge jeder seinen Motorradspa├č wie er will ausleben; manche haben sogar Freude an einer Garage voller nicht fahrbereiter Laverdas.




 
LotharEsser

LotharEsser
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01.03.2018 12:46

Re: Fahrverhalten der Laverda Dreizylinder

http://www.giga.de/extra/netzkultur/specials/don-t-feed-the-troll-was-bedeutet-das-eigentlich/

https://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)

Jeder mache sich bitte hier selbst ein Bild, wer diese Kriterien erf├╝llt.




 
Russ

Russ
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01.03.2018 15:21

Re: Fahrverhalten der Laverda Dreizylinder

http://www.giga.de/extra/netzkultur/specials/don-t-feed-the-troll-was-bedeutet-das-eigentlich/

https://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)

Jeder mache sich bitte hier selbst ein Bild, wer diese Kriterien erf├╝llt.


Dieser infantile "Beitrag" hat mit dem Thema noch weniger als der vorige zu tun.

Was soll dieses "Zerquatschen" bewirken?




 
LotharEsser

LotharEsser
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01.03.2018 16:22

Re: Fahrverhalten der Laverda Dreizylinder

Zitat von http://www.giga.de/extra/netzkultur/specials/don-t-feed-the-troll-was-bedeutet-das-eigentlich/

"Hierbei handelt es sich um Personen, die in Kommentarbereichen bewusst Beitr├Ąge setzen, die provozieren." Tja...

"Dabei werden z. B. gezielt falsche Behauptungen aufgestellt oder Beleidigungen gepostet und gezielte Verst├Â├če gegen die Netiquette produziert." mmhhh...

"Einen handfesten Beitrag zu einem Thread-Thema gibt es hingegen von Trollen nicht." Mag jeder selbst beurteilen

"Ziel ist es, andere Teilnehmer im Kommentarbereich zu diskreditieren, eine Diskussion ausufern zu lassen oder w├╝tende Postings hervorzurufen." Mmmm - ist das seine Zielsetzung? Das wollen wir doch mal nicht hoffen...

"Nimmt das Trolling ├ťberhand, kann sich dies negativ auf eine ganze Community auswirken und z. B. Stammbesucher vergraulen." - bereits passiert.

Soll der Admin entscheiden, bitte.




 
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