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Das Laverda Forum fĂŒr Diskussionen rund um Laverda MotorrĂ€der
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10.12.2002 20:36

Lothar und Breganzefahrer

Hallo Lothar und Breganzefahrer,
als ich das erste Bild in der Motorrad vom 22.11.02 sah, war ich bitter entĂ€uscht von der neuen Laverda mit ihrem Retrodesign. Was allerdungs jetzt und www.Laverda.com zu sehen ist, ist in meinen Augen ein hammergeiles Teil. Dein Bedauern ĂŒber den Verlust der LaverdaidentitĂ€t kann ich nicht teilen.
Was haben Zaneeigner den verloren, einen Motor der nicht standfest ist,
gleiches gilt fĂŒrs Getriebe und von der Elektrik ganz zu schweigen. Tja, das
Design hÀtte auch aus Japan stammen können.
Laverdas der Breganzegeneration sind Oldtimer, und vielleicht zur damaligen
Zeit Schrittmacher in der technischen Entwicklung. In der heutigen Zeit sind
auch im Motorradbau die Investitionen fĂŒr eine eigene Entwicklung nicht
aus der Portokasse zu zahlen.
Als AnhÀnger von Sportbikes mit den man auch fahren kann und nicht wÀhrend bestem Motorradwetter in der Garage schraubt reicht mir persönlich die ExkusivitÀt des Aprilia-Rotax-Laveraorange-Mix. Mit diesem Ding wird man wohl auch 30Tkm und mehr ohne diverse Supergaus abspulen. Dem Dreizylinder von Benelli der vielleicht seinen Ursprung bei Laverda hatte, braucht man nicht nachzuweinen. Nach Testberichten hat dieser wenig Leistung und schlechte Fahrbarkeit.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Einstandspreis. Dieser sollte sich
nicht oberhalb des Ducatiniveau befinden. FĂŒnfhundert und ein paarwenige
Kunden die sich die Sonderserie leisten können halten dieses Modell nicht
am Leben.

mfG wolfgangbz der zur Zeit eine Zane 750S mit Kurbelwellenschaden und
defekten Getriebe in fĂŒnfhundert Einzelteilen im Keller liegen hat.

PS zum Fahren hab ich mir zwischenzeitlich was anderes gekauft.




 
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11.12.2002 12:56

Re: Lothar und Breganzefahrer

Ciao Wolfgangbz!

Was Breganze-Fahrer und solche die es noch werden wollen (so wie ich) am meisten vermissen ist einfach eine VerarbeitungsqualitĂ€t die es heute nicht mehr gibt. Ein Motorradmotor, der nach 100.000km an Nockenwellen, Kurbelwellen und dgl. besser ausschaut als das meiste was es heute da draußen gibt, das ist etwas besonderes.
Das ist Laverda.
Und dazu kommt noch ein herrlich böses und unvernĂŒnftiges Motorrad, dass seinem Fahrer auch heute noch zeigt, wo der Bartl den Most holt. Und zwar wie!
Es ist fĂŒr mich gar nicht so das Aussehen der Maschine, dass mich stört, aber das es ein Qualitativ nicht so hochwertiger Motor ist, der verbaut wird.

ciao e un buon viaggio
Greg




 
LotharEsser

LotharEsser
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12.12.2002 12:49

Re: Lothar und Breganzefahrer

Hi Wolfgang,

ich finde es absolut gut, daß dieses Thema gut und heftig diskutiert wird (auch das kann eine Marke ja am Leben halten... ).

FĂŒr einen "Laverdisti" ist nunmal dies hier keine Laverda. Basta. Es ist und bleibt eine orange/titan-veredelte Aprilia.

Die Marketing-Strategie ist hier einfach absolut daneben: Entweder ich versuche hiermit einen kompletten Bruch mit allem alten, dann geht das Teil in Ordnung.

Wenn ich aber solch eine aufgepeppte Aprilia als teures Sondermodell fĂŒr 25.000€ verticken will, dann muß ich auch eine gewisse PreisstabilitĂ€t dieses Modells im Auge behalten. Was glaubst Du passiert a) mit den Aprilia RSV 1000 wenn dieses Teil rauskommt, b) dito wenn die Aprilaverda in Serie geht (warum sollte ich dann noch eine RSV kaufen?????) und c) was passiert mit all diesen Kisten, wenn ein vernĂŒnftig laufender 3-Zylinder in absehbarer Zeit an den Markt kommt?????

Wenn man wenigstens eine Teileversorgungs-Garantie fĂŒr ca. 15 Jahre fĂŒr diese 300 Renner anbieten wĂŒrde, DASS wĂ€re ein Grund, soviel Geld auszugeben (nach den schmerzlichen Erfahrungen mit dieser und anderen Marken...). Oder sonst ein kreatives neues Konzept... aber NICHTS!!!!

Ich glaube schon, daß die 300 StĂŒck von dieser Serie relativ schnell ausverkauft sein werden, allerdings wird es hier keine Wert-StabilitĂ€t geben, da es absolut nichts besonderes ist!

Ich werde mir den Hobel jedenfalls nicht kaufen. Allein schon, weil ich mich von Apri

Zu Deinem Motorrad: Ich kenne natĂŒrlich nicht die Historie Deiner Maschine (Baujahr, Laufleistung, Wartungen, sonstige SchĂ€den etc.), kenne auch nicht Deinen Fahrstil bzw. ob die Maschine irgendwie getuned war (chip??), weiß aber, daß die letzten (2000er) Modell alle samt relativ gut waren.

Außerdem solltest Du Dich mal eins fragen: Pajoli Upside-Down-Gabel, White-Power Federbein, Alu-Rahmen, Einspritz-Anlage, Brembos der Spitzenklasse, bei der letzten Formula 95PS und 93Nm (gemessen!!!!), bei 190 Kilo - welcher Parallel-Twin mit 750ccm schafft denn das derzeit bitte?????? Und das fĂŒr einen Preis, wo Du noch nicht mal eine 750 Duc bekommst, die dies alles NICHT bietet...!!!

Ich kann Dir jedenfalls sagen, daß ich keinen 1000er SFC Fahrer, keinen RGS-Fahrer oder 1000er Jota Fahrer kenne, der seine MĂŒhle vor der Erreichung von 100.000Km oder mehr hĂ€tte aufmachen MÜSSEN (außer bei falscher Behandlung des Motorrades wie fehlendes warmfahren oder falscher Spritt, mangelnde Wartung etc.). Manche taten es, um die letzten Quentchen Leistung zu finden oder irgend was zu optimieren, aber aus Breganze kamen ab spĂ€testens 1978 nur noch standfeste MotorrĂ€der.

Zane war eine sehr schwarze Zeit, da gebe ich Dir recht (wobei die Laverda-BrĂŒder damals schon kaum noch was zu sagen hatten und man StĂŒckzahlen vor QualitĂ€t gestellt hatte).

mfg

Lothar




 
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