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Russ

Russ
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25.01.2012 17:29

Kaufberatung in der Zeitschrift Motorrad Classic

In der Motorrad Classic 2/2012 ist ein prima Kaufberatungsbericht für unsere 750er Laverdas.
Schon der erste Satz ist genau zutreffend: " Massiv gebaut wie ein Traktor, dabei sensibel wie eine italienische Diva".
Stimmt, und genau deshalb liebe ich diese Eisenhaufen!

Gut wird beschrieben, daß Laverdas sich in vielen Punkten von anderen Motorrädern unterscheiden; das Fahrverhalten ist anders, man braucht Kraft zum Fahren, Aufbocken und Rangieren.

Natürlich brauchen sie etwas mehr Aufmerksamkeit als Japaner aus der gleichen Zeit, dafür belohnen sie aber auch mit besonders intensiven Fahrerlebnissen.

Als sehr gut empfinde ich die Warnung vor falschen Erwartungen; es sind nun mal schwere, nach heutigen Gesichtspunkten schlaffe Oldtimer, die nichteinmal an Fahrleistungen, Bremsvermögen und Straßenlage einer modernen 250er heranreichen; niemand sollte sich von dem zornigen Gebollere und Geschichten der Fahrer blenden lassen.

Ein paar Fehlerchen hat der Bericht allerdings auch:
65PS hat eine 750er Laverda serienmäßig nie erreicht, das sind italienische Prospekt-PS; realistisch waren es zwischen 50 und 60, eine große Leistungsstreuung war, auch unter Beachtung der verschiedenen Modelle, normal.

Die in einem kleinen Bild abgebildete Maschine wird als "GT mit hinten schmalem Tank" beschrieben, das ist falsch; zumindest der Tank stammt von einer S, diese hatte den hinten schmalen Tank und dem Knick in der Oberseite.

Eine am Rande erwähnte "500SFC" hat es ab Werk nicht gegeben; der Motorradhändler Witt in Köln hat normale 500er mit Halbschalenverkleidung, Sitz der Formula und zurückverlegten Fußrasten ausgerüstet und dann als 500SFC angeboten, mehr ist das nicht.

Weiter werden die späteren Zane-Laverdas als schlecht liegende und unzuverlässige Maschinen beschrieben.
Das Fahrverhalten dieser Motorräder ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht liegend.
Die Zanes sind sehr klein und da kann es natürlich zu Problemen kommen, wenn ein großer oder schwerer Fahrer draufsitzt; zudem wirken die Maschinchen dann optisch wie Pocket-Bikes.
Motor und Elektrik sind in der Tat nicht besonders zuverlässig und neigen zu heftigen Defekten; aber das ist ein anderes Thema und würde hier zu weit führen.

Ich empfinde den Beratungsbericht als recht gut gelungen; ein Interessent ohne Laverda-Erfahrung sollte aber zusätzlich unbedingt eine ausgiebige Probefahrt machen bevor er sich mit einer dieser herrlichen Diven einläßt.




 
V2Jo

V2Jo
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Ort:
Köln am Rhein
25.01.2012 20:17

Re: Kaufberatung in der Zeitschrift Motorrad Classic

Dann werde ich mir möglicherweise dieses Heft mal holen. Es reizt mich, ein wenig zurückzuschauen.
Schließlich habe ich 16 Jahre eine 750 SF gefahren (MY '73 mit 61 PS im Brief):
image010_1066h

Eine 750er Zane bin ich auch mal probegefahren - zu der Zeit besaß ich eine 900SS. Im Vergleich zu dieser fuhr sich die Zane Laverda wesentlich handlicher und dabei ohne jede Unruhe - vom Fahrwerk war ich schlicht total begeistert. Mir gefiel halt der Motor als Gegenläufer nicht so gut und die Tatsache, das sie im Vergleich zur Duc wesentlich mehr Drehzahl brauchte.

Vielleicht baue ich mir irgendwann noch mal einen schönen Café Racer auf Laverda Basis auf. Mit moderner Gabel und Bremse ...

Hach ja ...

Gruß,
Jo

Editiert von V2Jo - 25.01.2012 20:22




 
Russ

Russ
8 Beiträge
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Ort:
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28.01.2012 17:16

Re: Kaufberatung in der Zeitschrift Motorrad Classic

hallo Jo,

und jetzt bist Du auf V2 fixiert?




 
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