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frettchenmann

frettchenmann
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29.12.2011 23:10

lagerauge öhlinsfederbein

hallo, bin neu hier, und hab auch gleich mal eine frage.

ein freund von mir und ich haben beide je eine rsv mille 02, mit öhlinsfederbein.
da wir gerade die fahrwerke servicieren sind, bzw ich schon fertig bin, ist mir folgendes aufgefallen, was mir zu denken gibt, bzw kann es mir wer erklären:

beim federbein, speziell nur bein den öhlinsbeinen sind die lageraugen fest, bzw nicht als lager ausgeführt, und somit nicht drehbar. hab mir als erstes gedach dass meines vielleicht schon verrieben ist. hatte es anschließend zum servicieren zum fahrwerksspezialisten geschickt. während dessen hat auch mein spezi seinen dämpfer aus der mühle ausgebaut. und auch da waren die lageraugen fest, bzw. starr ausgeführt.

als dann ich dann das federbein zurück bekommen habe waren die aufnahmen noch immer fest... demnach schlussfolgerte ich, dass es so gehören soll.

habs mir jetzt auch noch mal explizit in werkstättenhandbuch angesehen. auch hier siehts verpresst und nicht gelagert aus.

wie ich mir rein die funktion der federbeinumlenkung angesehen habe, bin ich zu der erkenntniss gekommen dass sich die federbeinaufnahme zueinander verdrehen.

somit würde ja ein biegemoment auf das federbein ausgeübt werden. was erstens erheblich die funktion beeinträchtigt, noch dazu die kolbenstange irgendwann mal brechen lässt.

versteh ich irgendwas falsch, bzw kann mir wer auf die sprünge helfen?

danke,

sg Michael




 
futurafun

futurafun
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30.12.2011 06:15

Re: lagerauge öhlinsfederbein

Hallo Michael,

Deine Schlussfolgerung ist korrekt. Bestenfalls haben wir ein Gleitlager. Jedes ein- und ausfedern bringt eine Biegewechsellast auf das Bauteil.

Es bricht aber nicht die Kolbestange, sondern das untere Federbeinauge an der Gewindestange ab. Ich habe da so meine Erfahrungen sammeln dürfen ....

Immerhin ist die Sache recht preisgünstig bei Öhlins reparabel.

Gruß
Norbert




 
CrosisQ96

CrosisQ96
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30.12.2011 07:55

Re: lagerauge öhlinsfederbein

Moin Leute,

ich habe bei meiner RP Mille ein Öhlins TTX Federbein verbaut (vorher "normales" Öhlins). Dieses hat über die Federbeinaugen ein gewisses Spiel - soll das so sein? Wie groß darf dieses Spiel sein? Ich kannte es halt auch nur starr, wie in frettchenmann's Beschreibung.

Kommt gut ins neue Jahr - mfG
Alex!




 
bolzen

bolzen
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30.12.2011 08:23

Re: lagerauge öhlinsfederbein

Moin,

also die Lageraugen sollten sich eigentlich mit zwei Fingern drehen
lassen und Achsial auch mindestens 1-1,5mm hin und her bewegen lassen.

Die Dinger gammeln einfach durch Regen und Dreck zu, habe ich bei
meiner Tuono RR auch festgestellt.

Dem Haniballtreiber Ingo kann da auch n Lied von singen, von ihm
bekam ich damals den Tip das ich die Lageraugen gängig machen soll.

Tuten Gag
Andreas

P.S.
Ich hoffe doch nur das die Öhlinsbeinchen bei den Lageraugen der RP genau
so ausgeführt sind wie bei der RR.


Hüte Dich vor blonden Frauen und vor Mopeds die die Deutschen bauen:-)

Sex habe ich genug!!! Das Leben fickt mich jeden Tag auf`s neue:-)))

 
frettchenmann

frettchenmann
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30.12.2011 08:56

Re: lagerauge öhlinsfederbein

@ bolzen:
das federbein besitzt aber keine lager, bzw. nur verpresste aluaufnahmen, welches zwischen den dreiecksplatten der umlenkung gepresst wird.

@futurafun
so wie ich das lese, ist es also gewollt dass die sache fest, verpresst und starr ist ??? also geht man davon aus, dass irgend wann einmal man einen gewalltigen abflug macht, weil das federbein gebrochen ist?
kann es ja nicht sein... gibts da eine möglichkeit nachzubessern?

@CrosisQ96:
eigentlich sollte nirgends ein spiel in der gesamten radführung herrschen. es geben ja nicht einige leute ohne grund ein kleines vermögen aus, um alles auf spielfreie lager umzubauen

Editiert von frettchenmann - 30.12.2011 08:57




 
buddy

buddy
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30.12.2011 10:04

Re: lagerauge öhlinsfederbein

Die unter Aufnahme ist als Uniballager mit angedrehtem Bund ausgeführt und muss drehbar sein, wg. dem sonst auftretendem Biegemoment.

Da das Lager bei Regenfahrt einer Dauerflutung ausgesetzt ist und obendrein nur mit O-Ringen abgedichtet ist, dringt da schnell Wasser ein. Die Kugel ist 2-geteilt, das Wasser kann durch den Schlitz zwischen Kugel und Auge gelangen und alles gammelt in Kürze fest.

Ich habe hier im Forum auch mal ein paar Bilder gepostet, mit der SuFu kannst Du die bestimmt finden.

Wenn das Lager fest ist, macht es sich durch Farwerkspendeln bemerkbar. Aber auch Brüche sind schon aufgetreten. Beim Futurafun war`s das Lager selbst, beim Kollegen bei Ducati-am-Ring war die Kolbenstange gebrochen.

Wenn das Lager beim Service nicht angepackt und gängig gemacht wurde, war`s nur halbe Arbeit.

Gruß Ingo #57


#57
www.foerstermotorradtechnik.de

 
frettchenmann

frettchenmann
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30.12.2011 10:08

Re: lagerauge öhlinsfederbein

ja, was du beschreibst ist mir untergekommen... nämlich beim showa federbein der RP. jedoch ists bei der R bzw. Öhlinsbein anders ausgeführt



 
frettchenmann

frettchenmann
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30.12.2011 10:35

Re: lagerauge öhlinsfederbein

http://www.numallos.de/Mille/Federbein.jpg

hier sieht man was ich meine




 
bernd w.

bernd w.
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30.12.2011 10:56

Re: lagerauge öhlinsfederbein

Hallo,
ich habe das Spielchen bei meiner Tuono durch.Die Aufnahmen MÜSSEN beweglich sein.
Du kannst jeweils die beiden Hälften abziehen,dann siehst Du die Kugel.Gängig machen und neu fetten oder neu kaufen.Ich habe bei Rooske irgendwas um 40 € bezahlt.Wenn Du die Lager herauspressen willst,Achtung,das obere Lager ist mit einem Federring gesichert.
Gruß
Bernd




 
buddy

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30.12.2011 11:23

Re: lagerauge öhlinsfederbein

Frettchen,

das Showa-Bein ist von Sachs und genauso aufgebaut wie das Öhlins.

Hier habe ich Dir noch mal extra ein Bildchen vom ausgepresstem Lager eingestellt.

[IMG]http://img560.imageshack.us/img560/261/dscf0065q.jpg[/IMG]

Uploaded with ImageShack.us

Gepresst ist der Ring, in dem die Kugel sitzt.

Dann wird Dir einiges klarer.

Nun mach was draus.

Gruß Ingo #57


#57
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frettchenmann

frettchenmann
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30.12.2011 12:35

Re: lagerauge öhlinsfederbein

hmmmmm... also in der theorie sollte ich mit einem hammer das lager austreiben können.

was mich wundert ist, dass beide lageraugen fest sind. und dass ebenfalls bei meinem kollegen. auch dass es beim servicieren nichts daran gemacht wurde.
ich werds nocheinmal ausbauen und probieren die lager selbst zu wechseln




 
buddy

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30.12.2011 12:40

Re: lagerauge öhlinsfederbein

Mit dem Hammer bekommst Du sie nicht ausgeschlagen.

Du musst sie auspressen. Es geht mit einem Schraubstock; es muss nur etwas hinterlegt werden, in das das Lager eintauchen kann. Ich hatte dafür eine Langnuss verwendet.

Für mein Verständnis gehört es dazu, das Lager beim Service mit einzubeziehen. Es ist nämlich nicht ungewöhnlich, dass die festgammeln.

Gruß Ingo #57


#57
www.foerstermotorradtechnik.de

 
Alex1985

Alex1985
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30.12.2011 13:08

Re: lagerauge öhlinsfederbein

Mit dem Hammer bekommst Du sie nicht ausgeschlagen.

Du musst sie auspressen. Es geht mit einem Schraubstock; es muss nur etwas hinterlegt werden, in das das Lager eintauchen kann. Ich hatte dafür eine Langnuss verwendet.

Für mein Verständnis gehört es dazu, das Lager beim Service mit einzubeziehen. Es ist nämlich nicht ungewöhnlich, dass die festgammeln.

Gruß Ingo #57


Moin Ingo,
man bekommt das Lager schon mit nem Hammer ausgeschlagen, habs auch so gemacht. Nur kann es schnell Verkannten und beschädigt dann die Aluhüse in der das Lager sitzt. Mein Fahrweksspezi konnte meinen Fehler Gott sei dank beheben.
Ich hab einen O-Ring eingesetzt der ein bisschen Dicker ist und strammer abschließt. Vielleicht bring es was, hab die Mille seit dem noch nicht wieder gefahren.

Gruß Alex

Editiert von Alex1985 - 30.12.2011 13:09


Titan gehört ans Bike und nicht an die Knochen!
www.aprilia-racesports.de.vu/

 
bolzen

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30.12.2011 14:52

Re: lagerauge öhlinsfederbein

auch dass es beim servicieren nichts daran gemacht wurde.



Da kanns aber mit dem Servictechniker nich weit her sein.


Menno, ich kann echt nich mehr genau sagen wie ich die Augen aus dem
Dämpfer gebracht habe.


Aber eins weiß ich noch, die Augen bestehen aus zwei Aluhälften mit einem
Filzring als Dichtung, die hälften müssen definitiv auseinander und
das Teil auf dem sie drauf sitzten muss gereinigt und gefettet werden.

Dann wieder vorsichtig rein damit und es sollte wieder n Jahr gut sein.

So isses halt wenn man alt wird, hätt ich doch Fotos gemacht.

Nowas, der Aufbau der Augen is unterschiedlich zwischen Öhlins und Sachs.

Grüßla
Andreas


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CrosisQ96

CrosisQ96
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Dresden
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30.12.2011 17:51

Re: lagerauge öhlinsfederbein

@CrosisQ96:
eigentlich sollte nirgends ein spiel in der gesamten radführung herrschen. es geben ja nicht einige leute ohne grund ein kleines vermögen aus, um alles auf spielfreie lager umzubauen


Es ist kein Spiel in der Radführung vorhanden (zumindest durch mich nicht feststellbar).
Ich meinte nur, dass sich mein Federbein etwas um die Längsachse rotieren lässt (bedingt durch die Lager am oberen & unteren Federbeinauge).




 
Falco1000

Falco1000
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30.12.2011 19:45

Re: lagerauge öhlinsfederbein

Die beiden Lagereinheiten sind genaugenommen 5-teilig. Das eigentliche Kugelgelenk, die beiden Abstandsbuchsen und 2 Filzringe. Die Filzringe sollen das eindringen von Schmutz verhindern.
Ich habe als erstes die beiden Buchsen ausgebaut, die sitzen ziemlich stramm in der Kugel. Danach habe ich ein Nuß die einen Tick kleiner als der Außenring vom Lager ist, zum Ausdrücken verwendet. Die Nuß darf nicht auf die Kugel drücken, nur auf den Lageraußenring. Auf der anderen Seite eine Nuß die ein Stück größer als das Lager ist, als Gegenhalter verwendet. Dann geht das ausdrücken im Schraubstock ganz einfach.
Das Lager habe ich mit WD40 gereinigt und die Kugel soweit zugänglich mit Polierpaste aufgearbeitet. Zum Schluß alles gefettet und vorsichtig eingepresst. Die Filzringe sind da ein bisschen schwierig wieder in ihren Sitz zu bekommen, ohne sie abzuscheren.




 
frettchenmann

frettchenmann
9 Beiträge
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30.12.2011 22:13

Re: lagerauge öhlinsfederbein

@ falco1000;

Wie hast du genau die alubuchsen aus dem kugelsitz bekommen?




 
Falco1000

Falco1000
178 Beiträge
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31.12.2011 18:01

Re: lagerauge öhlinsfederbein

Die Buchse im Schraubstock mit Prismenauflage (Alu) eingespannt, dann das Federbein vorsichtig nach oben gehebelt, bis die erste Buchse draussen war. Die 2. Buchse ging dann mit einer passenden Nuß und vorsichtigem Klopfen. Mit dem Schraubstock dann wieder eingedrückt. Aber auch hier eine Auflage verwendet, um Kampfspuren zu vermeiden.



 
frettchenmann

frettchenmann
9 Beiträge
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Ort:
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02.01.2012 23:08

Re: lagerauge öhlinsfederbein

Danke euch. jedenfalls hab ich jetzt die gewissheit, dass das Federbein nicht ordnungsgemäß serviciert worden ist. Kacke.

Werds jetzt zu Zupin schicken, die sollen das nachholen.

schraub grad an einem weiteren Motorrad und an einem Auto... da hab ich für den schmunzes nicht auch noch die Muße.




 
bernd w.

bernd w.
42 Beiträge
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Bergfeld
03.01.2012 10:47

Re: lagerauge öhlinsfederbein

Hallo!
Wenn Du das Federbein bei Zupin hattest,würde ich denen Dampf machen.Ansonsten würde ich es zu Rooske schicken.
Gruß
Bernd




 
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